Im Becasse

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Taborastraat 11, 1000 Brussel, België
Bar Bierhalle Bistro Cafe Restaurant
8.6 (3211 Bewertungen)

Das À La Bécasse bietet ein authentisches Erlebnis in einer holzgetäfelten Bar, die ihre Gäste in eine vergangene Zeit entführt. Die holzgetäfelte Einrichtung und die traditionellen Elemente schaffen eine gemütliche Atmosphäre, in der sich belgische Bierliebhaber sofort wohlfühlen werden. Das Lokal konzentriert sich vor allem auf regionaltypische Speisen und Biere , insbesondere auf Lambic und Gueuze, die in Krügen serviert werden.

Geschichte und Eigentumsverhältnisse

Die Familie Steppé führt das Lokal seit 1877, als Henri Steppé es als Restaurant in der Rue au Beurre erwarb. Ursprünglich diente es als Umsteigepunkt für Pferdekutschen aus den umliegenden Städten und hatte einen direkten Eingang gegenüber der St.-Nikolaus-Kirche. Später wurde die Straße zu Ehren eines Sieges in Tansania während des Ersten Weltkriegs in Taborastraat umbenannt. Im Jahr 2007 feierte die Familie ihr 130-jähriges Bestehen und unterstrich damit ihre Beständigkeit im Wandel Brüssels.

Generationen von Steppé, darunter Großvater Prosper, der in dem Gebäude selbst geboren wurde, haben das Geschäft als Familienbetrieb erhalten. Diese familiäre Atmosphäre trägt zu seiner Zuverlässigkeit bei, obwohl es nach wie vor ein kleines Unternehmen ist, das auf Stammkunden und Touristen angewiesen ist. Besucher loben oft diese historische Kontinuität, merken aber mitunter an, dass die Modernisierung eher begrenzt war.

Interieur und Atmosphäre

Der Eingang liegt in einer schmalen Gasse und macht das Café zu einem echten Geheimtipp für alle, die Brüssels Cafés entdecken. Drinnen herrscht eine gemütliche, nostalgische Atmosphäre mit Holzwänden und einem einladenden Besprechungsraum im Obergeschoss. Man fühlt sich wie in eine andere Zeit versetzt – ideal für alle, die traditionelle Brüsseler Restaurants suchen. Gäste beschreiben es als charmant und einzigartig, perfekt für einen entspannten Drink.

Die intime Atmosphäre eignet sich gut für kleine Gruppen, kann aber zu Stoßzeiten etwas beengt wirken. Manche Gäste empfinden die Enge als charmant, andere als stickig. Ein kleiner, wenn auch begrenzter Außenbereich bietet eine erfrischende Alternative. Diese Mischung aus altmodischem Charme und gemütlichem Ambiente lockt Bierliebhaber an, die die Barkultur erleben möchten.

Bierauswahl und Spezialitäten

Die Bierauswahl steht im Mittelpunkt, wobei Timmermans Lambic Doux als Hausspezialität gilt – ein süßes, junges Gueuze mit 5 % Alkohol, serviert in charakteristischen Krügen. Auch weißes Lambic, Kriek, Himbeer- und Pfirsich-Varianten sind erhältlich, ebenso wie eine Verkostungsplatte mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Bourgogne des Flandres rundet das Angebot an belgischen und internationalen Bieren ab. Besucher loben die einzigartige Präsentation und den vollmundigen Geschmack.

Panachés wie Lambic mit Kriek bieten Abwechslung für experimentierfreudige Genießer. Der Fokus auf Lambic-Biere macht das À La Bécasse zu einem Muss für Liebhaber traditioneller Biere; Flaschen zum Mitnehmen sind ebenfalls erhältlich. Die Preise liegen im Durchschnitt für solche Spezialitäten, obwohl sich einige Gäste über die hohen Kosten größerer Mengen beschweren. Diese Auswahl hebt das À La Bécasse von gewöhnlichen Bars ab und festigt seinen Ruf als Bier-Hotspot.

Essen und Snacks

Neben Getränken bietet das Lokal einfache Snacks wie Wurstwaren, Ardenner Schinken, Trockenwurst, Hühnerfrikassee, Blutwurst und Eintöpfe an. Die Platten mit Aufschnitt und Käse passen hervorragend zu den Bieren und werden für ihre Frische und ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gelobt. Für den größeren Hunger gibt es auch Spaghetti mit Schinken und Erbsen, wobei die warmen Gerichte nicht immer überzeugen.

Die kleine Küche konzentriert sich auf belgische Klassiker, die das Biererlebnis perfekt ergänzen, ohne dabei auf gehobene Küche zu setzen. Gäste schätzen die preiswerten Optionen für einen schnellen Imbiss, warnen aber vor verkochten Nudeln oder lauwarmen Gerichten. Cervelas und andere Wurstwaren sind hervorragend und eignen sich ideal für einen längeren Aufenthalt in diesem Restaurant . Das Essen harmoniert perfekt mit den Getränken, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Service und Betrieb

Das Personal ist professionell und diskret, der Barkeeper freundlich, aber nicht übermäßig gesprächig. Der Service ist in dem begrenzten Raum zügig, kann aber bei Gruppen etwas chaotisch werden. Reservierungen sind möglich, was für größere Gruppen bis zu 100 Personen aufgrund der exklusiven Raumnutzung praktisch ist. Gäste berichten gelegentlich von einem kühlen Empfang, insbesondere zu Stoßzeiten.

Für Touristen ist die Lage nahe dem Grote Markt ein Pluspunkt, der schmale Eingang erfordert jedoch Vorsicht. Barrierefreier Zugang ist vorhanden und fördert somit die Inklusion. Die Zahlungsmöglichkeiten sind vielfältig und umfassen auch Kartenzahlung, Bargeld ist aber weiterhin beliebt. Diese pragmatische Herangehensweise passt gut zu einer traditionellen Bar , Luxus sollte man hier jedoch nicht erwarten.

Preise und Wert

Für Brüsseler Verhältnisse sind die Preise durchschnittlich, Bier und Snacks bieten aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Liter Farro oder Lambic kann einem manchmal teuer vorkommen, besonders im Vergleich zu den Studentenzeiten. Dennoch finden viele, dass sich die Investition aufgrund der Authentizität und der Spezialitäten lohnt.

Snacks sind weiterhin preiswert und machen das Restaurant daher attraktiv für alle, die nur einen kurzen Besuch abstatten möchten. Familien und Paare finden hier preiswerte Abendessen, wobei Stammgäste eher zu kalten Getränken raten. Diese ausgewogene Kombination lockt sowohl Einheimische als auch Besucher an, die authentische Brüsseler Restaurants ohne unnötigen Schnickschnack suchen.

Besuchererlebnisse

Viele niederländische Kritiken heben die Nostalgie und die Notwendigkeit hervor, Lambic bei einem Brüssel-Besuch zu probieren. Die Gasse und das Interieur sind bezaubernd, und die Verkostung gilt als Höhepunkt. Andere erwähnen die etwas mühsame Suche, doch die Belohnung ist ein Café wie aus einer anderen Zeit.

  • Positiv: Einzigartige Biere in Krügen, charmante Atmosphäre, gute Preise für Snacks.
  • Negativ: Hohe Preise im Verhältnis zum Volumen, manchmal kühler Empfang, begrenzte Auswahl an warmen Gerichten.
  • Fazit: Großartig für Bierliebhaber, weniger geeignet für Gäste, die Wert auf Abwechslung legen.

Französische Kritiken bestätigen dies: Die Wurstwaren werden gelobt, die Spaghetti und der Service bei großem Andrang hingegen kritisiert. Es bleibt ein Klassiker, den Touristen nicht verpassen sollten, auch wenn es mittlerweile eher eine Touristenfalle als ein Studentenbistro ist.

Kundeneignung

Für Bierliebhaber und Fans traditioneller Pubs ist dies ein echter Geheimtipp mit einer großen Auswahl an belgischen Bieren. Paare genießen die romantische Atmosphäre, Familien die einfachen Snacks. Gruppen können private Räume für Veranstaltungen buchen. Weniger geeignet ist dieses Lokal für alle, die geräumige Restaurants oder vegetarische Gerichte suchen.

Die täglichen Öffnungszeiten von mittags bis spät abends ermöglichen spontane Besuche. Neben Getränken werden leichte Speisen angeboten – ideal für alle, die das Brüsseler Barleben kennenlernen möchten. Trotz kleinerer Mängel bietet das Lokal ein authentisches Eintauchen in die lokale Kultur. Potenzielle Besucher wägen die besonderen Biersorten gegen mögliche Wartezeiten und Preise ab.

Das À La Bécasse behauptet sich dank seiner gelungenen Verbindung von Tradition und Moderne als feste Größe. Die waldreiche Lage und der Fokus auf Lambic-Bier sind nach wie vor faszinierend, auch wenn die kompakte Raumaufteilung angepasst werden muss. Wer authentische Restaurants schätzt, wird hier unvergessliche Momente erleben.

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